82 Heilige Nacht 2015. 24/25.12.2015. Dies ist der Tag, den der Mensch gemacht hat. Voller Selbstbetrug. Nichts stimmt. Statt der Wintersonnenwende am21/22 feiern Wir Christus das Licht. Ein Fest ist es nicht, es ist Stress. Der Familienfriede frustriert die Jugend, hängt am seidenen Faden. Die bittere kalte Nacht gibt es im Norden Sibiriens, in Rio ist es stinkend und heiß in den Favelas. Die „Stille Nacht“ sucht niemand, sie umgibt aber die Alten in komfortablen Heimen.  Geschenke werden nicht gemacht, sondern beworben verkauft, in Lichtfluten unter verwirrender Beschallung gekauft, und pflichtgemäß ausgetauscht. Ein Konsumterror, der dem Einzelhandel sein Jahresumsatz sichert. Was zu einem weltweiten Konsumfest wurde, wollte Kaiser Aurelian 274 zur religiösen Grundlage des römischen Reiches machen. Konkurrierende biblische Legenden voller Alltagssymbole wurden erst historisiert, dann theologisiert und letztlich verkitscht.  Aberglaube, Tannenbaum und Weihnachtsmann krönen diese menschliche Dummheit. Arno Gruen: Dem Leben entfremdet. - Vor seiner Geburt hat der Mensch seine Geborgenheit und Identität mit seiner schwangeren Mutter. Nach seiner Geburt muss jedes Lebewesen um seine eigene Existenz kämpfen.  Naheliegend ist die Annahme der Identität seiner Umwelt, in die er hineingeboren und geführt wird.  Die Zivilisationsdichte provoziert den Konkurrenzkampf. Es geht um das persönliche Leben, das im Tod endet. Unser individuelles Leben ist biologisch nicht auf Ewigkeit angelegt. Unsere vorgeburtliche Erfahrung ist traumatisch in unserem Bewusstsein verankert. Dieses Trauma nährt unsere Erwartung von Vollkommenheit und Ewigkeit.. Religionen bändigen das Konkurrenzgebaren in den eigen Reihen. Untereinander geben die Religionen allen zerstörenden Kräften den heiligen Segen. Die Götter sind das Spiegelbild der menschlichen Gesellschaft. Religionen nehmen dem Einzelnen Menschen die Verantwortung ab, sein Leben selbst zu bestimmen und selbst zu verantworten, indem sie ihn auf Gott gewollte Autoritäten und ein weiteres Leben nach dem Tode vertrösten Das „Böse“ gebändigt oder gesegnet ist immer präsent. Dem entgeht auch keine Ideologie. Gruen: Allein die im Mutterleib erfahrene Empathie verzichtet auf Macht, Gewalt und Gier.  Ist es ein idealistischer/künstlicher/konstruierter Extrakt, dass Jesus von Nazareth im Stirnhirn Empathie und Logik vereinte? (22.12.2015)
Gemeindeleben,